Tips und Hinweise zu Schmalfilmen

Entwicklungsspulen Wir empfehlen Ihnen, Entwicklungsspulen auf eine gro√üe Spule zusammen zu kleben. Ansonsten erfolgt die Konfektionierung durch Zusammenkleben ab 4 Spulen in unserem Labor gegen Geb√ľhr.
Haltbarkeit von Filmen Bei optimaler Lagerung halten Schmalfilme viel länger als Videokassetten. Kodakfilme behalten ihre Farben viel länger als andere Markenfilme. Bei Agfa- und Revuefilmen beginnt bereits nach ca. 7 Jahren die Chemie zu arbeiten.
Tips zur Lagerung 1. Trocken: vorzugsweise 20-30% rel. Luftfeucht.

2. Dunkel: am sichersten in Plastikschubern

3. K√ľhl: unter 20¬į Celsius

4. Nicht völlig luftdicht verschlossen

5. Geringe Schwankungen der Bedingungen
Schäden, Risiken

1. Chemische Zersetzung: Filme werden br√ľchig

2. Pilzbefall: flockenartige Gebilde am Rand und in der Mitte des Films. Sp√§ter wei√üer, pelziger √úberzug. Aktive Schimmelpilze k√∂nnen f√ľr Menschen sch√§dlich sein: Sporen gelangen durch die Raumluft in die Lunge!

3. Ablösung von Klebestellen

4. Essigsäure-Syndrom: siehe folgenden Text.

Essigsäure-Syndrom Als Essigsäure-Syndrom bezeichnet man die Bildung von Essigsäure-Kristallen auf älterem Filmmaterial, hervorgerufen durch die chemische Reaktion (Hydro-
lyse) des Trägermaterials mit feuchter Luft. Diese Reaktion ist ein Zersetzungsprozess.

Durch die Zersetzung / Zerstörung des Träger-
materials gehen die inhaltlichen Informationen infolgedessen verloren, was f√ľr den Erhalt histo-
rischen Filmmaterials einen unaufhaltsamen Verlust bedeutet.

Essigsäure-Kristalle können nicht mit Standard-
methoden von der Oberfl√§che entfernt werden. Speziell hierf√ľr wurden Emulsionen entwickelt, die Essigkristalle entfernen, ohne die fotografische Schicht des Films zu besch√§digen.

Die Entfernung dieser Kristalle stellt die glatte Oberfl√§che des Filmmaterials wieder her und erm√∂glicht so einen ungehinderten Lichtdurchlass, was die Voraussetzung f√ľr eine Projektion und/oder Abtastung des Films darstellt.