Tips & Tricks

Pflege + Aufbewahrung von Videokassetten

Grundsätzlich Markenkassetten einsetzen
Vor dem Bespielen vor- und zurückspulen
Niemals Kassette mehrfach überspielen bei ?wertvollen? Erinnerungen
Keine Longplay-Aufnahmen für hochwertige Inhalte
Bildsuchlauf vermeiden
Kassette gehört in eine Hülle, vermeidet statische Aufladung
Videoband nicht berühren
Trocken und staubfrei lagern, keine Sonne!
Magnetfelder (z.B. Lautsprecher!) unbedingt vermeiden
Kassetten stehend mit vollem Kern nach unten lagern
Vor Gebrauch eventuell akklimatisieren
Archivbänder einmal im Jahr "durchspulen"
Gerissene Bänder niemals selber kleben ?� digemotion repariert
Krasse Temperaturwechsel vermeiden
Bänder mit langen Laufzeiten (über 240 Min) vermeiden (dünnes Material)
Sicherungskopie auf DVD (Digitalisierung), z.B. bei digemotion

Privatkopien nach UrhG

Das deutsche Urheberrecht sieht "Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch" von rechtlich geschützten Inhalten vor. Vorausgesetzt, dass das Quellmedium keine "offensichtlich rechtswidrige Vorlage" ist, erlaubt § 53 des Urheberrechtsgesetzes nach der Novelle vom 10.09.2003 unter folgenden Einschränkungen "einzelne Vervielfältigungsstücke":
zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch
zur Aufnahme in ein eigenes Archiv bei Besitz der Vorlage, sofern
die Vervielfältigung fotomechanisch o. nach einem "Verfahren mit ähnlicher Wirkung" stattfindet oder
die Aufnahme analog genutzt wird oder
das Archiv nicht wirtschaftlich genutzt wird. Von besonderer Bedeutung ist hier das "oder" - demnach muss mindestens eines dieser Kriterien erfüllt sein. Das Gesetz verlangt aber nicht, dass sämtliche Kriterien zutreffen.
zur "Unterrichtung über Tagesfragen" bei Funksendungen
zum "sonstigen eigenen Gebrauch" kleiner publizierter Auszüge oder Werke, die seit mindestens zwei Jahren vergriffen sind
Private Vervielfältigungen dürfen weder unkontrolliert weitergegeben (verbreitet) noch öffentlich wiedergegeben werden
Info zum Urheberrecht

Bitte beachten Sie, dass Sie sich als Auftraggeber strafbar machen, sofern Sie gegen das Urheberrecht verstoßen. In unseren AGBs und Verträgen behält sich digemotion im Zweifel die Ablehnung von Aufträgen vor. Videos mit Kopierschutz werden grundsätzlich nicht überspielt.

mehr Infos �

Gesetz �

Nur mit Erlaubnis des Rechteinhabers zulässig sind:

Aufnahmen öffentlicher Aufführungen, einschließlich Film- und Tonvorführungen
das Anfertigen "graphischer Aufzeichnungen" von Musikwerken oder eine vollständige Vervielfältigung von Büchern oder Zeitschriften.



CODECS

AVI:
Viele Codecs verwenden AVI als Format für Video- und Audio-Inhalte. Hinter einer AVI-Datei kann also ein Divx-, Xvid- oder DV-Film stecken. Das Abspielen ist mit dem entsprechenden Codec möglich.
CBR:
Bei einer mit Constant Bitrate komprimierten Filmdatei bleibt die Bitrate während des ganzen Films gleich. So lässt sich die Größe einer komprimierten Datei zulasten der Bildqualität genau festlegen.
VBR:
Beim Codieren mit variabler Bitrate entscheidet der Codec, welche Einstellung er zum Komprimieren unterschiedlicher Szenen nutzt.
Xvid:
Der MPEG-4-Codec ist eine Alternative zu Divx. Die Software auf Open-Source- Basis lässt sich in fast allen Playern und Schnittprogrammen zum Abspielen und Encoden nutzen. Sie bietet eine hohe Bildqualität.
MPEG:
Der Standard der Motion Pictures Experts Group dient zum Komprimieren von Ton- und Bilddaten.
MPEG 1:
Der Standard ist auch als VCD (Video-CD) bekannt. Videos nach dem Standard MPEG 1 entsprechen VHS-Qualität mit einer Auflösung von 352 x 240 Pixeln. Das Verfahren wird vor allem für qualitativ nicht so anspruchsvolle Zwecke genutzt. MPEG-1-Videos lassen sich auch problemlos auf den meisten älteren Rechnern abspielen. Der entsprechende Codec gehört seit Windows 98 zur Grundausstattung. Das Format kommt auch bei Video-CDs (VCDs) zum Einsatz.
MPEG 2:
Kompressionsstandard als Erweiterung von MPEG 1. Dieser Standard wird auch als Super-Video-CD (SVCD) bezeichnet und kommt bei Video-DVDs zum Einsatz. Auch als Super-Video-CD-Format (SVCD) bezeichnet, ist MPEG 2 vor allem bei DVD-Videos verbreitet. Zudem ist es der Standard für digitales Fernsehen (DVB-T, DVB-S und DVB-C). Die Auflösung beträgt 720 x 576 Pixel bei einer Bitrate von maximal 15 MBit/s. Doch MPEG 2 für HDTV arbeitet mit 1920 x 1152 Pixeln und einer Bitrate von bis zu 80 MBit/s.
MPEG 3 und 4:
Weiterentwicklung des MPEG-2- Formats mit noch besserer Komprimierung. Microsofts erste Variante von MPEG 4 ist seit Win 98 auf jedem Windows-PC installiert und beschränkt die maximale Datenrate auf 256 KBit/s. Für ein ruckelfreies Video in ansprechender Qualität ist das zu wenig. Durch das Komprimierverfahren für Videodateien, Divx, wurde die Erhöhung der Bitrate auf bis zu 6 MBit/s möglich. MPEG 3 konnte sich nicht durchsetzen, da es im Vergleich zum Vorgänger zu wenige Verbesserungen bot. Das jüngste Format MPEG 4 zielt auf noch stärkere Komprimierung bei verbesserter Bildqualität. Außerdem bietet es die Möglichkeit, 3D-Charaktere in eine Datei einzufügen, beispielsweise für interaktive Anwendungen und Videokonferenzen. Windows ab Win 98 unterstützt MPEG 4, allerdings hat Microsoft die Bitrate auf maximal 256 KBit/s begrenzt. Divx und Xvid erweitern die Bitrate auf bis zu 6 MBit/s.
AVI-Codec
Das relativ verbreitete Format AVI (Audio Video Interleaved) ist ein ursprünglich von Microsoft entwickelter Videostandard der ersten Stunde. Dieses Format arbeitete zunächst ohne Kompression und konnte sowohl animierte Bildsequenzen als auch Videodaten enthalten. Neu war damals die Einbindung einer Audiosequenz zusätzlich zum Film. AVI speichert die Audio- und Videodaten in zwei parallelen Strömen in einer Datei (Interleaved).
Audio Video Interleaved entwickelte sich allerdings immer mehr zu einem universellen Wrapper-Format: Hinter der universalen Extension verbergen sich inzwischen vielfältige Videoformate. Es handelt sich bei AVI also nicht um einen einheitlichen und verbindlichen Codierungsstandard, sondern um eine erweiterbare Norm für ein Container-Dateiformat. Eine AVI-Datei kann unkomprimiertes Videomaterial enthalten, aber auch mit Divx, Intel Indeo, Cinepack oder MPEG 4 codierte Filme. Die Wiedergabe einer solchen Datei ist nur mit dem Codec möglich, mit dem die Datei ursprünglich codiert wurde. Dieser Umstand macht es für den Anwender oft kompliziert, eine bestimmte Datei abzuspielen. Um dem Media Player und anderen Programmen mitzuteilen, welcher Codec für die Videodatei zuständig ist, hat Microsoft in Zusammenarbeit mit mehreren Codec-Herstellern einen Identifizierungscode entwickelt, den Four-CC-Code. Dieser wird beim Codieren der Videodatei in den Quelltext geschrieben. Er steht am Dateianfang von AVI-Videos und besteht aus vier Buchstaben, die Aufschluss darüber geben, in welchem Format der nachfolgende Datenstrom codiert ist.

Alle vorstehenden Texte zu CODECS auszugsweise © Digital-World 2006, IDG Magazin Verlag GmbH, München.
Link: http://www.computerwoche.de/a/nie-wieder-codec-probleme,2507453